Working Mum

Nach mittlerweile fast 3 Jahren Selbstständigkeit in der Werbebranche habe ich immer wieder festgestellt, dass es doch einen Haufen Vorurteilen  gibt, sowohl was den Job an sich angeht, als auch die Tatsache, dass ich Mutter bin. Also entstand nach einigem hin und her überlegen die Idee einen kleinen Blog zu starten. Also seid gnädig, wenn der Start noch etwas holprig ist 😉

#1: Das ist doch nur ein Hobby

Jein. Ich hatte einfach nur das Glück, dass ich etwas zu meinem Beruf gemacht habe, was mir Spaß macht. Wenn ich an tollen neuen Projekten sitze und mir hierfür die Nächte um die Ohren schlage ist das selbstverständlich auch anstrengend aber es macht mir eben Spaß. Ein Job ist nicht nur ein echter Job, wenn man sich regelmäßig darüber beschwert, wie anstrengend  alles ist. Leider scheinen viele ihre eigenen Bedürfnisse aus den Augen verloren zu haben. Ein Job muss nicht nervig, ätzend, lästig … sein. Genau so wenig sind es alle Kunden. Es ist immer das was man daraus macht. Ich war auch nicht immer zufrieden. Aber irgendwann kommt ein Punkt an dem muss man sich entscheiden. Waage ich einen Neustart für die Aussicht auf Zufriedenheit im Job oder versuche ich mich zu arrangieren. Beides erfordert Mut und Kraft. Kapitulation ist keine Option.

#2: Karriere vor Kind.

Nein! Es gibt kaum ein Vorurteil, dass mich in der vergangenen Zeit wütender und sprachloser gemacht hat. Viel zu oft habe ich angefangen mich dafür zu rechtfertigen, dass ich als Mutter berufstätig, bzw. selbstständig bin. Ich habe mit der Selbstständigkeit angefangen, bevor er sich angekündigt hat. Zwei Wochen nach Gründung dann die Überraschung. Ich stand also vor der Entscheidung: Festanstellung suchen oder das Risiko eingehen.

Ja nun, ich konnte mich mit dem Gedanken der Festanstellung nicht mehr anfreunden. Ich wollte nicht aufgeben, bevor ich richtig angefangen habe. Also habe ich es durchgezogen. Und rückblickend war es die beste Entscheidung die ich treffen konnte!

Ich musste mich nicht rechtfertigen, wenn es mir nicht gut ging und ich einfach nur schlafen wollte
Arbeiten vom Bett und vom Sofa aus hat niemanden gestört
Ich konnte ungehindert den ganzen Tag ekligen Sachen essen ohne jemanden zu stören 😉
Wenn Fiete krank ist kann ich genau so weiter arbeiten wie sonst auch
Bei tollem Wetter kann ich mir spontan frei nehmen und den ganzen Tag in den Zoo fahren
Natürlich gibt es auch Tage, die mich an meine Grenzen bringen ABER egal wie viel ich zu tun habe, Familie kommt bei mir eindeutig vor der Arbeit und bisher habe ich das Glück, dass es hier beides parallel funktioniert. Meine Arbeit auf der einen Seite und meine Familie auf der anderen Seite ohne, dass eins von beiden darunter leiden muss. Und wenn es hier doch mal richtig hektisch wird: Papa liebt Zeit mit seinem Mini-Me und Oma und Opa haben auch Spaß an gemeinsamer Zeit mit Fiete.

Also NEIN: Hier kommt nicht die Karriere vor dem Kind.

So, die beiden sollten für heute reichen. Jetzt geht es weiter. Meine Kreativität wird beim Bauen einer Bahn für unsere kleinen singenden Autos benötigt. Papa gerät an seine Grenzen und nun schauen wir mal ob ich nicht eine coolere Bahn bauen kann 😉

Mit welchen Vorurteilen musstet ihr schon kämpfen?

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